30 Jahre Pistenflitzer Düsseldorf


Hulapalu – 30 Jahre Pistenflitzer Düsseldorf - Mit 32 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 18 Jahren und 16 Betreuern gingen die Pistenflitzer der Uniklinik Düsseldorf auch diese Wintersaison wieder auf Reisen ins Kleinwalsertal nach Österreich. Es war ein besonderes Ereignis in diesem Jahr, da Frau Dr. Janßen ihre 30. Skifreizeit feiern durfte.

Für unseren 8-jährigen Sohn war es die erste Skifreizeit der Uniklinik Düsseldorf, die ersten Skierlebnisse und insbesondere auch die erste 8-tägige Fahrt ohne Begleitung seiner Eltern.Wir wissen nicht, wer aufgeregter gewesen ist, als der Skibus den Vorplatz des Schlossmann Hauses verließ, um in Richtung Österreich zu fahren. Die jüngere Partei, weil man sich auf die bevorstehenden Tage freute - oder die ältere Partei, weil einem viele Dinge durch den Kopf gingen, die man im Alltag selbstverständlich für seine Kinder übernimmt und nun in „fremde“ Hände gibt und dies mit gut 600 km Kilometern Abstand voneinander. Aber was kann Besseres passieren als sein Kind in die Hände zu geben, die ihm schon einmal in das Leben zurückgeholt haben? Mit diesem Grundvertrauen meldeten wir uns einige Monate vorher für die Skifreizeit an.

Schon während der Busfahrt nach Österreich bekamen wir alle paar Stunden beruhigende Nachrichten, wo man sich gerade befindet und vor allem, dass die Gruppe das endgültige Ziel zügig und reibungslos erreicht hatte. Unser Sohn verbrachte tolle Tage, gefüllt mit einem einzigartigen und liebevollen Programm für die Kinder. Während sein erster Anruf noch ca. 10 Minuten dauerte und weitere 5 SMS folgten, wurden sowohl die Anrufdauer kürzer als auch die SMS weniger. Man hatte einfach keine Zeit, sich jetzt auch noch mit seinen Eltern zu beschäftigten. Nach einem sportlichen und erfolgreichen Skitag wollte man nun ausgiebig mit den anderen Kindern und Erziehern, spielen, seiner kleinen Hausarbeitenpflicht nachgehen oder einfach nur lecker mit den anderen in der Gemeinschaft essen.

Schließlich wartete ja auch jeden Abend der Preis für das am besten aufgeräumte Zimmer – der „goldene Besen“. Unser Sohn bat uns am zweiten Tag nicht mehr anzurufen, da das Handyklingeln negativ bewertet wird, während die Jury im Zimmer steht und sie deshalb nicht den „goldenen Besen“ gewonnen hätten. Der Zeitpunkt für uns als Eltern war gekommen sich mit den kleinen Alltagsdingen vollkommen zu entspannen. Wir hatten ein gutes Gefühl und gaben uns mit einer abendlichen SMS zufrieden, dass einfach alles mehr als gut ist. Nach 8 Tagen rauschte der Bus von einer genauso entspannten Hin- wie Rückfahrt vor das Schlossmann Haus und man ließ die Skifreizeit bei einer kleinen gemeinsamen netten Abschlussrunde ausklingen und wirken. Rückblickend können wir sagen, dass die Freizeit der ganzen Familie sehr gut getan hat.

Unser zweites Kind hat ihren Bruder ein wenig vermisst, aber es auch sehr genossen, die erste Geige spielen zu dürfen. Wir als Eltern haben gelernt, ein wenig mehr loslassen zu können und dem „normalen Leben“ mehr Vertrauen entgegen bringen zu dürfen. Unser Sohn hat viele individuelle Päckchen für sich mitgenommen: Er ist ein begeisterter Skifahrer geworden und hat eine Sportart erlernt, die er bisher nur aus Erzählungen seines Umfeldes kannte. Der nächste Urlaub in den Bergen ist bereits eingefordert und gebucht. Er hat sich mit Kindern und Jugendlichen angefreundet, die sich alle mal in einer vergleichbaren Lebenssituation befunden haben oder auch noch befinden. Beachtlich dabei ist, dass das „Besondere“ auf einmal nicht mehr so besonders erscheint, weil man Gleichgesinnte in einem anderem Umfeld trifft.

 

Am meisten haben ihn die beinamputierten Kinder beeindruckt, die mit einer völligen Selbstverständlichkeit ihre Prothese anlegen und dann auch noch Dinge machen können, die ein natürlich gewachsenes Bein nie schaffen würde.Motiviert und voller Selbstvertrauen ging es in den Schulalltag zurück. Das Gefühl es „geschafft“ zu haben hat uns bereits in vielen kleinen Alltäglichkeiten positiv bestärkt.

Wir, als eine von zahlreichen betroffenen Familien möchten „Danke“ sagen, Danke für die liebevolle und wertvolle Zeit, die unseren Kindern geschenkt wurde. Es wurde uns als Familie in den acht Tagen der Freizeit die Gewissheit gegeben, dass unsere Kinder sehr gut aufgehoben sind. Unsere Kinder kamen psychisch und physisch gestärkt wieder nach Hause, mit neuer und frischer Lebensfreude, die sie in ihrem Leben nachhaltig begleiten wird.

Familie B/K

 



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