100 Trucks für ein Kinderlächeln


28.05.2018 - Niederrhein Zum fünften Mal fand das Charity-Event "Wunderland Kalkar on Wheels" statt. Dabei nehmen Lkw-Fahrer erkrankte Kinder mit. Ein Erlebnis für alle Beteiligten.(Von Monika Hartjes)

Am Samstag war es wieder so weit: 100 Lkw starteten vom Parkplatz des Wunderlands Kalkar aus zu einer Tour durch deutsch-niederländische Städte und Landschaften, mit an Bord waren kranke und behinderte Kinder. Bereits zum fünften Mal fand das Charity-Event "Wunderland Kalkar on Wheels" statt. Bürgermeisterin Britta Schulz begrüßte Trucker und Mitfahrer, kurz bevor sie sich auf den Weg machten. "Ich bin super begeistert von dieser Veranstaltung", sagte sie. Sie sei sehr beeindruckt davon, wie berührt gestandene Trucker seien, wenn sie den Kindern begegnen. Sie freute sich über die Umsetzung der tollen Idee, die ursprünglich aus den Niederlanden kam. "Den unkomplizierten und souveränen Umgang mit Krankheit und Behinderung haben uns die Niederländer voraus, da können wir uns einiges abgucken. Durch solche Veranstaltungen lernen wir, wie einfach es ist, anderen eine Freude zu machen", sagte die Bürgermeisterin. Unter anderem fuhren kranke Kinder aus der Kinderkrebsklinik Düsseldorf und von der niederländischen Organisation "Happy Smile" mit.

Waren im vergangenen Jahr über 150 Fahrzeuge dabei, wurde der Konvoi in diesem Jahr von den Behörden streng auf genau 100 - inklusive Begleitfahrzeugen - begrenzt. "Wir müssen auch darauf achten, dass die Fahrer in Kolonnen zu je zehn Fahrzeugen unterwegs sind. In jedem ersten Fahrzeug fährt einer vom THW mit, um auf entsprechende Abstände zwischen den Kolonnen zu achten", erklärte Johannes Diks, der als Berater vom Wunderland Kalkar für die Gespräche mit den Behörden zuständig war.

Beim ersten Charity-Event vor fünf Jahren habe man noch Lkw-Fahrer ansprechen müssen. Mittlerweile sei die Veranstaltung bei Truckern und Kindern so beliebt, dass weitaus mehr gerne mitmachen würden, erzählte der Wunderland-Geschäftsführer Han Groot Obbink. Bereits knapp 90 Minuten, nachdem die neue Homepage online ging, waren alle Truck-Nummern vergeben. "Es ist eine sehr emotionale Veranstaltung, die alle hier in der Region verbindet", sagte Groot Obbink.

Ann- Kathrin Ebbing, eine der wenigen Fahrerinnen, war bereits zwei Mal als Beifahrerin dabei und saß in diesem Jahr zum ersten Mal selbst am Steuer eines Trucks der Emmericher Firma Gilles. "Die Kinder freuen sich tierisch darauf und es ist für mich ein sehr berührendes Gefühl", sagte die junge Truckerin aus Hönnepel. Sven Kootstra, Mitarbeiter bei Witwe Hövelmann aus Rees, fuhr zum ersten Mal mit. "Das ist eine tolle Aktion, für Kinder und Fahrer sehr aufregend", meinte er. Neben Lkw, einem englischen Schul-Bus und besonderen Trucks fuhr auch der Bus von "Ome Joop's Tour" mit. Diese Organisation organisiert Rad-Reisen für Kinder, deren Familien sich sonst keinen Urlaub leisten können. Begleitet wurde der Konvoi von Motorrädern.

Zunächst ging die Fahrt durch Wissel und Grieth, wo die Lkw von Musik und winkenden Menschen empfangen wurden. Josefa Hartjes-de Ruiter, die selbst einen behinderten Sohn hat, war eine der Organisatoren. "Wenn die Kolonne durchfährt und man die strahlenden Gesichter der Kinder sieht, ist das Gänsehautfeeling pur", sagte sie. Danach ging es über die Emmericher Rheinpromenade, wo die Trucker ihr fahrerisches Geschick beweisen mussten, weil es manchmal um Zentimeter ging, über Netterden und 's-Heerenberg wieder zurück über Grieth, Wissel, Kalkar und Hönnepel zum Wunderland, wo am Wochenende ein großes Truckerfestival stattfand. Unterwegs sorgten Tambourcorps und Jugendorchester für die musikalische Unterhaltung.
(RP)  https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/100-trucks-fuer-ein-kinderlaecheln_aid-22887169



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