Echtzeit-MRT


13.11.2017 Strahlungsfreie Untersuchungen für Kinder am UKD jetzt in Echtzeit - Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. finanziert MRT-Gerät an der Düsseldorfer Kinderradiologie

Düsseldorf (ukd/dre). Die Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. hat die Aufrüstung eines Magnetresonanztomographie-Gerätes (MRT) in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) finanziert.
Das Gerät zählt nun zu den modernsten Geräten mit Echtzeitbildung in Europa, es ist das einzige seiner Art in NRW. „Dank dieser Unterstützung können wir nun Aufnahmen in Echtzeit machen. Das ermöglicht uns völlig neue Diagnosemöglichkeiten. Gleichzeitig können wir den Kindern im Rahmen unserer wissenschaftlichen Arbeit eine strahlungsfreie Methode anbieten, ein wichtiges Ziel der modernen Kinderradiologie“, erklärt Prof. Dr. Gerald Antoch, Direktor des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Düsseldorfer Uniklinik.

Der Institutsbereich Kinderradiologie ist direkt in die Kinderklinik integriert. So sind schnelle Untersuchungen durch kurze Wege möglich. In diesem Jahr wurde die Technik der Kinderradiologie komplett erneuert. „Wir zählen damit jetzt zu den modernsten Standorten der Kinderradiologie in Deutschland“, so Prof. Antoch. Immer mehr werden dabei auch strahlungsfreie MRT-Untersuchungen anstelle von Röntgenuntersuchungen genutzt. Pro Jahr werden 2.800 MRT-Untersuchungen, 5.000 Röntgenuntersuchungen und 9.500 Ultraschalluntersuchungen in der Kinderradiologie des UKD durchgeführt. „Dieses konkrete Beispiel zeigt erneut, wie sehr die Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. seit nun 38 Jahren ganz konkret dazu beiträgt, die Versorgung der kleinen Patienten am UKD zu verbessern. Dieses Engagement kann gar nicht genug gewürdigt werden. Auch für die großzügige Unterstützung bei diesem Projekt bedanke ich mich im Namen unserer Patienten und des Klinikums bei der Elterninitiative. Ohne die Elterninitiative gäbe es viele Angebote nicht in dieser Form an der Düsseldorfer Universitätsmedizin“, betont Prof. Dr. Klaus Höffken, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKD.

André Zappey vom Vorstand der Elterninitiative erklärt: „Das Schöne an diesem Projekt ist auch, dass nicht nur an Krebs erkrankte Kinder von dieser schonenden und wegweisenden Technik profitieren, sondern auch Kinder mit anderen Erkrankungen, die hier in der Düsseldorfer Kinderklinik versorgt werden. So können wir als Elterninitiative und unsere zahlreichen Förderer maximal helfen. Und die Untersuchungen können deutlich verkürzt werden – auch das war uns wichtig.“

Knapp drei Wochen hat die Aufrüstung des bestehenden Gerätes gedauert: Fast alle Komponenten wurden ausgetauscht.„Jetzt können wir im Rahmen der klinischen Forschung in Echtzeit z.B. Schluckbewegungen, Gelenkbewegungen, Herzschläge oder auch Darmbewegungen während der Untersuchungen „live“, anschauen. Die Patienten müssen während der Aufnahmen auch nicht mehr die Luft anhalten, sondern können ganz normal weiter atmen. Auch das ist gerade für kleinere Kinder eine enorme Erleichterung“, ergänzt Dr. Dirk Klee, Oberarzt der Kinderradiologie am UKD und Verantwortlicher der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe „Kinderradiologie und Echtzeit-MRT“, der zusammen mit seinem Kollegen Dr. Jörg Schaper die Initiative zu dem Projekt gestartet hat. „Unserem Ziel, in Zukunft das Konzept der „5-Minuten-MRT“ zur Diagnostik im Kindesalter für viele dezidierte klinische Fragestellungen etablieren zu können, sind wir durch die großzügige Unterstützung der Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. einen großen Schritt näher gekommen.

Unser Dank gilt der Elterninitiative Kinderkrebsklinik e.V. und allen Beteiligten, dieses Projekt in rekordverdächtig kurzer Zeit auf den Weg gebracht zu haben.Wir sind überglücklich“ betont Dr. Jörg Schaper, Leiter der Kinderradiologie am UKD. (von Stefan Dreising, UKD)




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