1993 - Keine Zuschüsse mehr: Spenderkartei in Gefahr


Der lange Kampf, der Tod von Leukämie-Kind Patrick aus Neuss, ließ ganz Deutschland mitfühlen. Sein Schicksal half, dass sich Tausende Knochenmarkspender meldeten, an der Düsseldorfer Kinder-Krebsklinik eine Spenderkartei mit mehr als 50 000 Namen entstand. Die Kartei half schon viele Leben retten, aber jetzt ist alles in Gefahr. Grund: Krankenkassen, Bund und Land wollen keine Zuschüsse mehr zahlen.

Professor Ulrich Göbel: „Die wollen sich aus der Verantwortung stehlen. Aber die Kartei muß gepflegt werden, die Spender müssen regelmäßig angeschrieben werden.
Jeder Test eines neuen Spenders kostet 200 Mark. Ohne Zuschüsse ist dieses wichtige Register nicht zu führen“. Wieder sollen die Eltern der kranken Kinder die Last allein tragen. Dabei geht ohne ihre Spenden an der Kinderkrebsklinik schon lange nichts mehr.

Die Elterninitiative (700 Mitglieder) sammelte in den letzten 14 Jahren schon mehr als 16 Millionen Mark. Dafür renovierte sie alles, baute eine Abteilung mit 16 Betten und Räume für die Eltern der Kinder. Sie bezahlen Kinderarzt Dr. Konstantin Krauth, schafften einen Zellseperator für die Behandlung Leukämie-Kranker an. Professor Göbel:

Mehr können die Eltern nicht schaffen. Wir brauchen neue Spender
.
(Quelle: Rosemarie Endress, 1993)

 





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