Verdienstorden des Landes NRW für Herrn Prof. Dr. Ulrich Göbel


Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl, als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann“, so der Theologe Dietrich Bonhoeffer. Professor Ulrich Göbel muss ein sehr glücklicher Mensch sein, denn er kümmert sich seit vielen Jahren um die medizinische Versorgung schwer kranker Kinder und ich bin ganz sicher, dass er sehr oft gespürt hat, wie wichtig er für diese Kinder und ihre Familien ist. Ulrich Göbel hat als renommierter Mediziner sein ganzes Leben der Gesundheit gewid­met – besonders der Gesundheit von Kindern. Schon als Direktor im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Düsseldorf haben Sie, lieber Herr Göbel, Maßstäbe gesetzt: Unter Ihrer Ägide verbesserten sich die Heilungschancen für Kinder mit Keim­zelltumoren signifikant. Sie waren Gründungs­mitglied der „Landes­arbeits­gemeinschaft Knochen­mark­spenderregister“ und Gründungs­mitglied der „Elterninitiative Kinderkrebs­klinik e.V.“ im Jahr 1979.

Verbesserte Heilungsmöglichkeiten für krebskranke Kinder standen und stehen stets im Fokus Ihres Wirkens. Und wie ich weiß, haben Sie auch nach Ihrer Emeritierung im Jahr 2006 Ihr Anliegen nie aus den Augen verloren. Tief bewegt hat Sie, lieber Ulrich Göbel, das Leid von Kindern der ostrussischen Stadt Perm. 2 russische Ärztinnen wollten sich Anfang der 1990er Jahre bei Ihnen an der Düsseldorfer Universitäts­klinik über westliche Behandlungsmethoden zur Krebstherapie informieren. Zur damaligen Zeit glich das Kinderkrankenhaus in Perm einer Baracke. Hygiene­mängel verursachten immer wieder Entzün­dungen an den Einstichstellen der Infusionsnadeln.

Doch dann wurde der WDR auf die menschen­unwürdige Situation in Perm aufmerksam, sendete eine Reportage und rief die Spendenaktion „Die Kinder von Perm“ ins Leben. Dank einer riesigen Spendenbereitschaft konnte die Kinderkrebsklinik in Perm neu errichtet werden. Sie nahm 1996 den Betrieb auf. Sie, lieber Ulrich Göbel gehörten zu den Mitgründern der Klinik und investieren seither viel Zeit, eigenes Geld und vor allem Ihr Wissen und Können als Facharzt in die Verbesserung der Behandlungsmethoden.

Immer wieder kommt medizinisches Personal zur Schulung nach Düsseldorf oder Sie reisen nach Perm. Der Erfolg gibt Ihnen Recht: Starben früher 8 von 10 Kindern an den Folgen der Krebserkrankung, werden heute 8 von 10 Kindern geheilt! Bis heute halten Sie selbst Konsultationen in Perm ab. Sind Sie in Deutschland, stehen Sie über moderne Kom­mu­nikationstechniken (wie sog. „Mikroskop-Kon­ferenzen“) den Kolleginnen und Kollegen in Perm mit Ihrer fachlichen Expertise bei schwierigen Therapie­entscheidungen zur Seite.  

2004 ernannte Sie die medizinische Akademie von Perm zum „Professor honoris causa“. Ich habe die große Freude heute eine weitere Ehrung hinzu­zufügen: den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen."

(Quelle: https://land.nrw/de/verleihung-des-landesverdienstordens-am-16-september-2015)



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