Arctic Sun® 5000


Die Asphyxie des Neugeborenen ist eine der häufigsten Todesursachen in der Neugeborenenperiode. Im engeren Sinne wird der Begriff für einen Sauerstoffmangel im Blut verwendet. Eine Asphyxie ist z.B. für ein Viertel aller Todesfälle in der Neugeborenenperiode verantwortlich. Diese betrifft am schwersten das Gehirn. Je nach Ausprägung der Asphyxie kann es daher zu irreparablen neurologischen Schäden kommen.

Nach Feststellung und Evaluation einer Asphyxie ist eine sofortige Kühlung der Patienten einzuleiten, um neurologischen Schäden so gering wie möglich zu halten. Zur Behandlung wird in den aktuellen Leitlinien die Durchführung einer therapeutischen Hypothermie empfohlen. Die Hypothermiebehandlung bedeutet eine Absenkung der Körpertemperatur auf 33,5°C für 72 Stunden. Diese Behandlung wird aber auch für ältere Kinder und Jugendliche mit Asphyxie z.B. nach Reanimation empfohlen. Auch hier führt die Hypothermie zur Erhöhung der Überlebensrate und zur Verbesserung des neurologischen Zustands.

Bei dem Arctic Sun® 5000 handelt es sich um ein innovatives Temperaturmanagementsystem, welches ein schnelles und gezieltes kontrolliertes Temperaturmanagement in der Behandlung von betroffenen Patienten ermöglicht. Das Gerät kann die Temperatur eines Patienten in einem Bereich von 32°C bis 38,5°C überwachen und steuern. Es besteht aus einem Elektronikmodul, einem interaktiven Touchscreen sowie leitfähigen Pads, die am Patienten platziert werden und für die thermische Energieübertragung sorgen, um eine gezielte Temperaturmanagementtherapie zu ermöglichen.

Das System verfügt über eine präzise Temperaturkontrolle und eine automatisierte Messung, die eine kontinuierliche und schnelle Beurteilung des Zustands des Patienten ermöglicht. Es vereinfacht das Aufwärmen, indem es die Möglichkeit bietet, das Aufwärmen automatisch nach einem Kühlvorgang zu starten. Es ermöglicht zudem, ein individuelles Therapie- und Sedierungsmanagement über einen Patiententrendindikator und ein Sofortstatusdiagramm zu überprüfen.

Quelle: Univ.-Prof. Dr. med. Ertan Mayatepek

 

  

 



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