1981 - Kinderkrebsklinik weihte Eltern-Küche ein


Durch das Gebäude K11, Kinderkrebsklinik, zogen gestern Vormittag ungewohnte Düfte: Zwiebeln und Knoblauchwolken ließen eindeutig auf südliche Küchenkünste schließen. Und so war’s auch: Maria Dloumis zelebrierte für die gesamte Stationsbelegschaft einschließlich Eltern, Ärzte und Patienten ein opulentes griechisches Mahl.

Anlass der Stationsfete: Die neue Elternküche wurde eingeweiht: Einmal können sie dort für sich selbst köcheln, was und wann immer sie wollen, zum anderen aber haben sie die Möglichkeit, ihren Sprösslingen die Lieblingsmahlzeit zuzubereiten, was nach Ansicht von Oberarzt Prof. U. Göbel den Heilungsprozess der Kinder durchaus fördert. Recht unbürokratisch reagierte denn auch die Klinikverwaltung auf das Anliegen der Eltern: Sie ließ unverzüglich alle Weichen stellen, damit das Projekt alsbald gestartet werden konnte. Nach kürzester Zeit begannen in der ehemaligen reinen Spülküche die Arbeiten. Finanziert wurde die Küche aus Spendenmitteln, die die ”Elterninitiative Kinderkrebsklinik” verwaltet. (Quelle: Düsseldorfer Nachrichten, 1981)
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Endlich! - Die todkranken Kinder können menschenwürdig leben.
Auf selbst mitgebrachten Klappstühlen und –betten mussten die Eltern die Tage und Nächte an der Seite ihrer kranken Kinder verbringen.
Manche der Mädchen und Jungen hatten nur noch Wochen oder gar Tage zu leben. Nun wurde eine eigene Station für das Spezialgebiet eingerichtet.

Da das Düsseldorfer Klinikum insgesamt überaltet ist – das Gros der Bauten stammt noch aus der Kaiserzeit um 1907 – mussten die kleinen Patienten mit einem völlig unzulänglichen Altbau vorliebnehmen. Doch durch den aufrüttelnden Einsatz von Mario Simmel und die Initiative der Eltern (an der Spitze als Sprecherin Ursula Zappey) ist etwas Positives geschehen: Den Alptraum einer Klinik gibt es nicht mehr.

Die todkranken Kinder können endlich wieder menschenwürdig leben. Die Eltern mobilisierten die Öffentlichkeit über die Presse, sie knüpften Kontakte und setzten auch den Beamten im Ministerium so zu, dass der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rau und sein Wissenschaftsminister Schwier höchstpersönlich in der Kinderkrebsklinik erschienen.
(Quelle: bella, 1981)

 





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