1985 - Das Knochenmark wächst wieder an


Seit Jahren – die RP berichtete – ist die Kinderkrebsklinik Düsseldorf durch ihre Beiträge zu fortschrittlichen Behandlungsmethoden bekannt. Eine Therapiestudie auf Bundesebene, die auch die Niederlande, die Schweiz und Österreich betrifft, läuft hier über die Behandlung von Knochentumoren. In über 50% der Fälle sind Erfolge zu verzeichnen. Eine gleiche Studie bezieht sich auf die Behandlung von Tumoren in den Keimzellen bei Kindern. Erfolge gibt es auch in der Therapie von Leukämie (Blutkrebs), hier ist Düsseldorf an einer Untersuchung beteiligt.

Die Elterninitiative hat bereits beträchtliche Mittel dafür bereitgestellt, dass an der Universitätsklinik ein Zentrum für Knochenmark-Transplantationen eingerichtet werden kann. In der nächsten Woche kommen Landtagsabgeordnete, Vertreter des Landes und Fachleute in die Klinik, um über dieses wichtige Projekt zu beraten. Durch die Verpflanzung von Knochenmark können krebskranke Kinder geheilt werden. Das Knochenmark stammt meist von den Eltern, die Spende ist, so Prof. Göbel, völlig ungefährlich. Auch ist es möglich, das erkrankte Knochenmark dem Körper zu entnehmen, es mit einem Spezialverfahren zu reinigen und es dann wieder einzupflanzen.
Der Arzt dazu: „Das Knochenmark wächst dann wieder an.“ Bereits im vorigen Jahr wurde in der Abteilung diese Therapie bei Leukämie praktiziert. Die Arbeit soll nun aktiviert werden. Neue Erkenntnisse – auch der Gentechnik – haben die Erfolgsaussichten verbessert.
(Quelle: Rheinische Post, 1985)

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Eine Spitzenfunktion in der Intensivmedizin
- Die Behandlung der Kinder kann nur in Spezialabteilungen von Hochschulkliniken und großen Krankenhäusern vorgenommen werden, weil die Verfahren der Chemo und Strahlentherapie sehr aggressiv sind. Mit ihrer hochqualifizierten ärztlichen Leitung, so Minister Krumsiek, haben „diese Abteilungen eine Spitzenfunktion in der Intensivmedizin dieses Bereichs“. Ein großer Teil des Personals in der Düsseldorfer Kinderkrebsklinik wird derzeit noch aus Drittmitteln finanziert. Zu den Geldgebern gehören das Bundesarbeitsministerium, die Deutsche Krebshilfe, die Elterninitiative Kinderkrebsklinik und Industriefirmen. Der Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Prof. Ulrich Göbel, muss bisher viel Zeit und Kraft aufwenden, um diese frei finanzierten Stellen immer wieder abzusichern.
Wenn durch die neue Vereinbarung nun eine feste Basis geschaffen würde, wäre dies „eine große Hilfe“. Die Betreuung der Kinder sei derzeit mit den vorhandenen Kräften gewährleistet.

(Quelle: Rheinische Post, 1985)





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